Mit Willi-O rund um Almácigo
Flachlandwandern kann auch Spaß machen!
Für diese Tour hatten wir wieder einmal Besuch von unserem guten Freund Willi-O, der ja schon einige Wanderkilometer mit den Walkers gesammelt hat. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu einer Runde rund um Almácigo.
Los ging es am Kreisverkehr, wo sich die FV-30 und die FV-207 treffen. Von dort marschierten wir zunächst ein paar Meter Richtung Dorf, bevor wir rechts auf eine Piste abbogen, die nach Llanos de la Concepción führt.
Schon nach kurzer Zeit gab es die ersten interessanten Entdeckungen. Auf einigen Feldern standen noch alte hölzerne Schieber zur Regulierung der Bewässerung. Die Teile müssen vermutlich schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Dazu kamen saftig grüne Wiesen mit zahlreichen Blumen – ein Anblick, den man auf Fuerteventura nun wirklich nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Selbst ein Marienkäfer hatte offenbar beschlossen, sich für ein Erinnerungsfoto in Szene zu setzen und flog uns direkt vor die Linse.
Etwas später passierten wir eine Ziegenfarm. Hier sah alles eher nach Stallhaltung als nach freilaufenden Tieren aus. Nach einer Weile erreichten wir die ersten Häuser von Llanos de la Concepción und bogen links auf eine geteerte Straße ab. Dort wartete dann auch die erste nennenswerte Steigung des Tages auf uns.
Ein besonders stattlicher Hahn begrüßte uns dabei lautstark mit seinem Gesang. Ansonsten bewegten wir uns den größten Teil der Wanderung im eher flachen Gelände. Für uns Walkers, die normalerweise die Berge und Höhenzüge Fuerteventuras bevorzugen, durchaus einmal eine interessante Abwechslung.
Etwas weiter oben boten sich zwei Möglichkeiten, nach links abzubiegen. Die erste ließen wir links liegen und entschieden uns für die zweite Piste. Im Nachhinein eine gute Wahl, denn entlang des Weges standen einige wirklich schöne Häuser mit großzügigen Gärten, die man gerne etwas länger betrachtet.
Und wie es der Zufall manchmal so will, entdeckten wir auf einem Briefkasten den Namen einer Facebook-Bekanntschaft. Später erfuhren wir allerdings, dass dort nur noch der Name steht und der eigentliche Wohnsitz inzwischen ein paar Häuser weiter zu finden ist.
Wir folgten der Piste weiter und erreichten schließlich eine typische ländliche Unterkunft, wie man sie auf Fuerteventura immer wieder findet. Hier gönnten wir uns eine ausgedehnte Rast und ließen uns die von unseren Frauen liebevoll vorbereiteten Leckereien schmecken.
Während unserer Pause kam ein freundlicher Herr auf uns zu, der dort offenbar für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Natürlich kamen wir ins Gespräch. Thema Nummer eins war wie so oft das Wetter, gefolgt von unserer geplanten Route. Das Ganze funktionierte sogar auf Spanisch. Man merkt hier immer wieder, wie sehr sich die Menschen freuen, wenn man zumindest versucht, ihre Sprache zu sprechen. Ob grammatikalisch alles perfekt ist, spielt dabei oft keine große Rolle. Der Wille zählt – und genau das wird hier sehr geschätzt.
Nach der Pause ging es weiter Richtung La Ampuyenta und damit auch auf die wohl höchste Palme der Insel zu. Wer von Tefía kommend die FV-207 in Richtung Almacigo hinunterfährt, kennt sie vermutlich. Schon von weitem ragt sie deutlich aus der Landschaft heraus.
Natürlich mussten dort einige Fotos gemacht werden. Die Palme gab ein tolles Motiv ab, ebenso die Ziege, die sich dekorativ auf einem Steinhaufen positioniert hatte und offenbar genau wusste, wie man Wanderer erfreut.
Kurz vor La Ampuyenta ließen wir das Dorf rechts liegen und folgten einer schnurgeraden Piste zurück in Richtung Kreisverkehr und Walkers-Mobil. Doch so einfach wollten wir es uns dann doch nicht machen.
Ein Blick auf die Karte zeigte links einen Barranco. Also wurde kurzerhand umgeplant. Bei der nächsten Gelegenheit bogen wir ab und standen wenig später am Rand der Schlucht. Nachdem wir uns einen geeigneten Einstieg gesucht hatten, ging es hinunter.
Und das sollte sich lohnen! Wunderschöne Ausblicke, interessante Felsformationen und immer wieder kleine Hindernisse, die entweder umgangen oder erklettert werden wollten. Genau solche Abschnitte machen eine Wanderung für uns besonders reizvoll.
Dem Barranco folgten wir eine ganze Weile, bis das Gelände allmählich flacher wurde. Schließlich entdeckten wir eine Piste, die wir bereits von weitem gesehen hatten. Über diese ging es leicht bergauf, bis wir wieder die durch Almacigo verlaufende Straße erreichten.
Unterwegs kamen wir noch an einer kleinen Gedenkstätte vorbei, die selbstverständlich ebenfalls fotografisch festgehalten werden musste.
Nach etwa eineinhalb Kilometern war es dann geschafft. Wir erreichten wieder unser Walkers-Mobil und damit das Ende einer abwechslungsreichen Rundwanderung. Links im Bild dann noch die aufgezeichnete Strecke die wir zurückgelegt haben.
Fazit
Mit gut 10 Kilometern Länge ist die Runde angenehm zu gehen und stellt konditionell keine großen Anforderungen. Höhenmeterjäger kommen zwar nicht voll auf ihre Kosten, dafür bietet die Strecke viele interessante Eindrücke, schöne Landschaften, einen spannenden Barranco und einige nette Begegnungen. Manchmal muss es eben nicht immer hoch hinausgehen, um einen schönen Wandertag auf Fuerteventura zu erleben.
Und mit Willi-O als Begleitung sowieso nicht!













































